Mögen Verlage die Lesezirkel?

Image result for Interessante Fakten über LesezirkelEine Zeitschrift, die im Lesezirkel 4 mal ausgeliehen wird bedeutet auf den ersten Blick für den Verlag, der diese herausgibt, dass weniger Exemplare der Zeitschrift verkauft werden. Da von den Verlagen erwartet wird, dass sie Zeitschriften an die Lesezirkel mit einem anständigen Rabatt verkaufen, da von diesen viele Exemplare abgenommen werden, schmälert dies die Einnahmen der Verlagshäuser weiter. Anders als sich vermuten lässt sehen die Verlage die Lesezirkel allerdings sehr positiv und arbeiten gerne mit ihnen zusammen. Die Gründe hierfür liegen natürlich zuerst im nicht vorhandenen Remissionsrisiko. Während die Verlage nicht verkaufte Hefte von Einzelhändlern zurücknehmen müssen, besteht dieses Risiko bei den Lesezirkeln nicht. Außerdem wird durch die Zeitschriften, die an Lesezirkel ausgeliefert werden, die Reichweite dieser Publikationen deutlich vergrößert, da solche Hefte von vielen Personen gelesen werden. Anzeigenkunden achten bei Zeitschriften mehr auf diese Reichweite als auf die Anzahl der verkauften Hefte. Somit profitieren also auch dir Verlage von den Lesezirkeln, die jedoch die Lesezirkel verpflichtet haben, alle Zeitschriften nach Ablauf ihres Mietkreislaufs entweder zu vernichten oder an die jeweiligen Verlage zurückzugeben.

Regionale Werbung mit Hilfe bundesweit erscheinenden Zeitschriften

Werbekunden können die Lesezirkel nutzen, um im Umfeld bundesweit erscheinender Zeitschriften regionale Werbung zu schalten. Die Lesezirkel-Umschläge um die Zeitschriften bieten die optimale Möglichkeit dazu, da diese regional eingesetzt werden. Auch sogenannte Beileger können mit den Lesezirkel Heften regional verteilt werden. Sogar eine Trennung nach gewerblichen und privaten Kunden ist hier möglich und kann daher sehr effektiv eingesetzt werden. Diese Werbeformen werden von Werbetreibenden, die ihre Werbung in bestimmten Regionen verteilen wollen, gerne genutzt.

Lesezirkel als Exportschlager?

Die Idee des Lesezirkels ist in der Theorie unabhängig von Sprache und Kultur und könnte auch in jedem anderen Land erfolgreich sein. In der Praxis sind Lesezirkel jedoch bis heute auf den deutschsprachigen Raum begrenzt. Stark vertreten sind Lesezirkel in Deutschland, in Österreich gibt es ebenfalls bis heute 4 Firmen, die sich den dortigen Markt teilen. In anderen Ländern gibt es keine Lesezirkel.